Der Friedensengel

 

 

 

Wo der Monaco Franze seine Gschpusi traf

 

Über der Luitpold-Terrasse schwebt sie: die Schutzgöttin der Stadt. Von einer 23 Meter hohen Säule aus wacht der Friedensengel seit mehr als 100 Jahren über München.

Er besteht aus vergoldeter Bronze und ist eine Nachbildung der griechischen

Siegesgöttin Nike. Als Vorbild für die Münchner Figur diente eine Statue

in Griechenland. Gestiftet hat den Friedensengel die Stadt München zum

25. Jubiläum des Frankfurter Friedens. Er erinnert also an die

25 friedlichen Jahre nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71

und gilt gleichzeitig als Dank an die Bayerische Armee.

 

Sehenswert ist auch der kunstvolle Sockel, auf dessen Stufen sich

schon der Monaco Franze mit seinen Gschpusi heimlich getroffen hat.

Das Denkmal mit seinem kleinen Tempel zeigt die Portraits der

Deutschen Kaiser Wilhelm I, Friedrich III., Wilhelm II, des

Reichskanzlers Otto von Bismarck und Generäle wie Ludwig von der

Tann. Darüber hinaus sind auf den farbigen Mosaiken in personifizierter

Form Krieg, Frieden und die Segnung der Kultur dargestellt.

 

Direkt hinter dem Denkmal liegt der Europaplatz. Und hier geht es

ganz schön rund: Der Platz ist eines von Münchens meistbefahrenen

Rondellen.                                                                         Corinna Erhard